Evelyn Rogowski
Arbeitsbereichsleitung Jugendberufshilfe
Ein Angebot der Jugendberufshilfe
Mit dem außerschulischen Bildungscampus bündelt der Evangelische Verein für Kinder- und Jugendhilfe bewährte Bildungsangebote an einem Ort – damit junge Menschen passende Unterstützung bekommen: auf dem Weg zu Schulabschluss, Ausbildung und einer tragfähigen beruflichen Perspektive.
Nicht jeder Bildungsweg verläuft geradlinig. Deshalb brauchen junge Menschen neben Unterricht auch Zeit, Vertrauen, individuelle Begleitung, passende Lernräume und Menschen, die an sie glauben.
Der evkj Bildungscampus führt Angebote zusammen, die in der Jugendberufshilfe seit Jahren erfolgreich erprobt sind. Künftig können sie noch besser ineinandergreifen und junge Menschen über mehrere Etappen begleiten – vom Stärken schulischer Grundlagen über den Schulabschluss bis hin zu Ausbildung, Qualifizierung und Beruf.
Der evkj Bildungscampus entsteht auf dem Gelände an der Zehnmorgenstraße/Anne-Frank-Straße in Frankfurt-Eschersheim. Auf einer Gesamtfläche von 2.265 m² ist ein moderner Neubau mit Unterrichts- und Beratungsräumen geplant. Ergänzend werden die Bestandsgebäude zu Gastronomie- und Werkstattbereichen für die berufliche Qualifizierung umgebaut.
So entsteht ein vielseitiger Lern- und Praxisort, der Raum für Bildung, berufliche Orientierung und persönliche Begegnung bietet.
Mit dem evkj Bildungscampus führen wir Angebote, die wir bereits erfolgreich umsetzen, an einem Ort zusammen. So können wir noch mehr junge Menschen erreichen und ihnen die individuelle Förderung und Unterstützung geben, die sie für ihren eigenen Bildungsweg brauchen.
Der außerschulische Bildungscampus entsteht aus der langjährigen Arbeit des Evangelischen Vereins für Kinder- und Jugendhilfe Rhein-Main e.V. Viele der Konzepte, die nun zusammengeführt werden, sind seit Jahren erprobt: Viadukt, der Lernbetrieb, berufliche Qualifizierung, schulische Förderung, Ausbildungscoaching und ehrenamtliche Lernbegleitung.
Diese Angebote zeigen jeden Tag, was möglich ist, wenn junge Menschen passende Unterstützung bekommen: Sie gewinnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, holen Schulabschlüsse nach, finden berufliche Orientierung und gehen nächste Schritte in Ausbildung, Qualifizierung oder Beruf.
Mit dem Bildungscampus wollen wir diese Arbeit stärken, bündeln und weiterentwickeln. So entsteht mehr Raum für individuelle Förderung und eine noch engere Verbindung zwischen den Angeboten.
Erfahrungen, die Mut machen
Wie erleben junge Menschen das Bildungsprojekt viadukt? Anlässlich des zehnjährigen Bestehens erzählen Schüler*innen, Ehrenamtliche, Fachkräfte und Fördernde von ihren Erfahrungen – und davon, wie durch Lernen, persönliche Entwicklung und verlässliche Beziehungen neue Perspektiven entstehen.
Der evkj Bildungscampus bringt Angebote zusammen, die junge Menschen auf unterschiedlichen Etappen ihres Bildungswegs unterstützen: beim Lernen, beim Nachholen von Schulabschlüssen, bei beruflicher Orientierung, in der Ausbildung und auf dem Weg in eine tragfähige berufliche Perspektive.

viadukt eröffnet jungen Menschen neue Zugänge zu Bildung, Schulabschluss und einer tragfähigen Zukunftsperspektive.
Unter dem Namen viadukt sind unterschiedliche Bildungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene gebündelt. Sie richten sich an junge Menschen, die ihren bisherigen Bildungsweg neu aufnehmen oder fortsetzen und sich auf den Übergang zwischen Schule und Beruf vorbereiten möchten.
viadukt verbindet fachliches Lernen mit Sprachförderung, sozialpädagogischer Begleitung und individueller Unterstützung. Die Angebote orientieren sich an den jeweiligen Voraussetzungen und Zielen der jungen Menschen und stärken sie darin, ihren Bildungsweg selbstständig weiterzugehen.
viadukt Realschulabschluss
Beim viadukt Realschulprojekt bereiten sich junge Menschen innerhalb von ein oder zwei Jahren auf die externe Realschulabschlussprüfung vor. Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die ihren Realschulabschluss außerhalb des regulären Schulsystems nachholen möchten.
Neben dem Unterricht erhalten die Teilnehmenden sozialpädagogische Begleitung, etwa bei persönlichen Herausforderungen, Bewerbungen und der Suche nach Praktikums- oder Ausbildungsplätzen. In betrieblichen Praktika sammeln sie praktische Erfahrungen und setzen sich mit ihren beruflichen Interessen auseinander.
Die jungen Menschen entwickeln auch ihre Lernorganisation, Selbstständigkeit und Teamfähigkeit weiter. Gemeinsam entsteht eine Perspektive für die Zeit nach dem Abschluss – beispielsweise eine Ausbildung, der Besuch einer Fachoberschule oder ein anderer weiterführender Bildungsweg.
KlasseStart
Mit KlasseStart bereiten sich junge Menschen auf den Einstieg in eine Abendhauptschule, Abendrealschule oder ein vergleichbares Bildungsangebot vor. Sie festigen schulische und sprachliche Grundlagen und schaffen die Voraussetzungen dafür, erfolgreich in einen weiterführenden Bildungsgang einzusteigen.
In unterschiedlichen Niveaustufen erweitern die Teilnehmenden ihre schulischen Kompetenzen und entwickeln Lernstrategien, Selbstorganisation und Motivation weiter. Individuelle Förderung und regelmäßige Rückmeldungen machen ihre Fortschritte sichtbar und helfen ihnen, realistische nächste Schritte zu planen.
Ergänzende Bildungsangebote
Ergänzende Kurse und Workshops greifen konkrete Lernbedarfe auf. Dazu können Förderkurse, Prüfungsvorbereitung sowie kreative und praxisnahe Lernformate gehören.
Auch Angebote zur digitalen Grundbildung und beruflichen Orientierung können Teil des Programms sein. Die jungen Menschen lernen beispielsweise, digitale Anwendungen sicherer zu nutzen, Bewerbungsunterlagen zu erstellen oder sich mit ihren eigenen Fähigkeiten und beruflichen Interessen auseinanderzusetzen.
Die Formate werden flexibel an unterschiedliche Lernstände und Lebenssituationen angepasst. Bei Bedarf kann eine ehrenamtliche Lernbegleitung das professionelle Angebot ergänzen.

Der Lernbetrieb verbindet Lernen und praktische Arbeit – und ermöglicht Wege zu Schulabschluss, Qualifizierung, Ausbildung und Beruf.
Im Lernbetrieb Frankfurt – Produktionsschule lernen junge Menschen nicht nur im Unterricht, sondern vor allem durch praktisches Arbeiten. Sie übernehmen reale Aufgaben, lernen unterschiedliche Tätigkeiten kennen und entwickeln fachliche, schulische und persönliche Kompetenzen.
Auf dem Bildungscampus sollen die Praxisbereiche Gastronomie, Farbe und Gestaltung sowie Büro und Soziales vertreten sein. Die Teilnehmenden können sich beruflich orientieren, Qualifikationen erwerben, den Hauptschulabschluss oder eine Ausbildung absolvieren.
Lernen in der Praxis
In den verschiedenen Arbeitsbereichen bearbeiten die jungen Menschen reale Aufträge und erbringen Dienstleistungen. So erleben sie unmittelbar, wofür sie lernen. Sie üben Arbeitsabläufe, übernehmen Verantwortung und lernen Tätigkeiten der jeweiligen Berufsfelder kennen.
Individuelle Lernwege
Die Teilnehmenden lernen entsprechend ihren persönlichen Voraussetzungen und in ihrem eigenen Tempo. Fachanleitungen, Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte stehen ihnen dabei zur Seite. Gemeinsam bearbeiten sie Herausforderungen in Schule, Arbeit und Alltag.
So können die jungen Menschen eine tragfähige Anschlussperspektive entwickeln – beispielsweise eine Ausbildung, eine weiterführende Qualifizierung, den Besuch einer Schule oder den Einstieg in den Beruf.

Im inklusiven Ausbildungs- und Qualifizierungsprojekt Rothschild lernen und arbeiten hörende, schwerhörige und taube junge Menschen gemeinsam.
Das Projekt Rothschild verbindet inklusive berufliche Qualifizierung und Ausbildung mit praktischer Arbeit in der Gastronomie. Es richtet sich insbesondere an junge Menschen, die beim Übergang in Ausbildung und Beruf zusätzliche Unterstützung benötigen.
Gemeinsam lernen und arbeiten
Die Teilnehmenden arbeiten in einem realen gastronomischen Betrieb: Sie bereiten Speisen zu, versorgen Gäste und wirken an Caterings mit. Dabei erwerben sie fachliche Kenntnisse sammeln praktische Erfahrungen und übernehmen Verantwortung im Arbeitsalltag.
Hörende, schwerhörige und taube junge Menschen arbeiten gemeinsam im Team. Gebärdensprache ist selbstverständlicher Bestandteil der Kommunikation.
Qualifizierung mit persönlicher Begleitung
Qualifizierte Fachkräfte aus der Gastronomie vermitteln die praktischen und beruflichen Kenntnisse. Zusätzlich werden die jungen Menschen sozialpädagogisch begleitet. Abhängig von ihren individuellen Voraussetzungen können sie sich beruflich orientieren, auf einen Schulabschluss vorbereiten, eine Qualifizierung absolvieren oder eine Ausbildung beginnen.
Das inklusive Lern- und Arbeitsumfeld baut Barrieren ab und eröffnet Wege in Ausbildung und Beschäftigung.

Berufsbezogene Sprachförderung und individuelle Begleitung stärken Teilhabe und helfen jungen Menschen, in Ausbildung und Beruf Fuß zu fassen.
Sichere Sprachkenntnisse erleichtern die aktive Teilnahme an Ausbildung und Arbeitsleben. Deshalb verbindet der Bildungscampus sprachliche Förderung mit beruflicher Praxis und persönlicher Begleitung. Die Angebote setzen an unterschiedlichen Etappen an: bei der Vorbereitung auf den Beruf ebenso wie während einer laufenden Ausbildung.
Berufsqualifizierende Sprachförderung Plus (BQS+)
BQS+ richtet sich an junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die sich auf Ausbildung und Beruf vorbereiten. Das Besondere: Sprache wird nicht losgelöst vom Arbeitsalltag vermittelt, sondern unmittelbar mit beruflicher Qualifizierung und praktischer Arbeit im Lernbetrieb verbunden.
Die Teilnehmenden üben, Arbeitsaufträge zu verstehen, Fachbegriffe anzuwenden und sich im beruflichen Alltag sicher auszudrücken. Im gemeinsamen Unterricht von Fach- und Sprachlehrkräften erweitern sie zugleich ihre sprachlichen, fachlichen und digitalen Kompetenzen.
Ausbildungscoaching
Das Ausbildungscoaching richtet sich an junge Menschen mit Fluchterfahrung, die bereits eine reguläre Ausbildung absolvieren. Gemeinsam mit den Fachkräften bearbeiten sie Fragen und Herausforderungen aus Berufsschule, Betrieb und Alltag.
Die Auszubildenden können Unterstützung beim Führen des Berichtshefts, bei der Prüfungsvorbereitung sowie bei Anträgen und Formularen nutzen. Bei Schwierigkeiten im Betrieb oder in der Berufsschule entwickeln sie gemeinsam mit dem Team Lösungswege. Wenn es sinnvoll ist, werden Betriebe, Schulen, Kammern und weitere Ansprechpersonen einbezogen.
Das Coaching trägt dazu bei, die Ausbildung zu stabilisieren, Herausforderungen frühzeitig zu bewältigen und den erfolgreichen Abschluss sowie den anschließenden Übergang in eine Beschäftigung vorzubereiten.

Lernbegleitung und persönliche Unterstützung geben jungen Menschen Rückhalt – beim Lernen, in der Ausbildung und auf dem Weg in den Beruf.
In der ehrenamtlichen Lernbegleitung arbeiten junge Menschen an ihren persönlichen Lernzielen – beim Deutschlernen, bei schulischen Aufgaben oder bei der Vorbereitung auf Prüfungen. Was gelernt wird und welche Unterstützung hilfreich ist, richtet sich nach ihren individuellen Zielen und ihrer aktuellen Situation.
Dabei geht es um mehr als Lernstoff: Die jungen Menschen bringen eigene Fragen und Erfahrungen ein, suchen gemeinsam mit ihren Lernbegleiter*innen nach Lösungen und gewinnen Vertrauen in ihre Fähigkeiten. So entstehen verlässliche Lernbeziehungen, die Raum für gemeinsames Lernen und persönliche Begegnung schaffen.
Gut begleitet ins Ehrenamt
Die Ehrenamtlichen erhalten eine persönliche Einführung, feste Ansprechpersonen und fachliche Begleitung durch das viadukt-Team. Workshops, Supervision und Möglichkeiten zum gemeinsamen Austausch unterstützen sie in ihrem Engagement.
Mit ihrer Zeit, ihrem Wissen und ihrer Erfahrung leisten die Lernbegleiter*innen einen konkreten Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe.
Wir sind überzeugt: Jeder junge Mensch soll die Möglichkeit haben, seinen Weg zu finden – unabhängig davon, wie geradlinig seine Bildungsbiografie bisher verlaufen ist.
Genau dafür soll der evkj Bildungscampus Raum schaffen. Hier wirken Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte, Fachanleitungen, Ehrenamtliche und Förderpartner zusammen. Sie begleiten junge Menschen fachlich, persönlich und praktisch – mit Zeit, Vertrauen und dem Blick auf ihre Stärken.
Denn Lernen gelingt dort, wo junge Menschen gesehen werden. Wo gefragt wird: Was kannst du? Was brauchst du? Und was ist dein nächster Schritt?
Der evkj Bildungscampus verbindet fachliche Förderung, sozialpädagogische Begleitung und berufliche Orientierung. Junge Menschen erweitern hier ihre Kenntnisse, entdecken eigene Stärken und entwickeln Vertrauen in ihre Fähigkeiten. So erleben sie, dass sie ihren weiteren Weg selbst gestalten können.
Denn ein Schulabschluss ist mehr als ein Zeugnis. Er kann ein Wendepunkt sein: ein Beweis dafür, dass sich Anstrengung lohnt, dass ein neuer Anfang möglich ist und dass die eigene Zukunft gestaltbar wird. Er kann Türen öffnen – zu Ausbildung, weiterführender Schule, Qualifizierung, Beruf und gesellschaftlicher Teilhabe.
Der Bildungscampus schafft dafür Raum: für konzentriertes Lernen, persönliche Entwicklung, verlässliche Beziehungen und neue Wege. Ziel ist nicht nur der Abschluss selbst, sondern eine tragfähige Anschlussperspektive – damit aus Bildung echte Zukunftschancen werden.
Der evkj Bildungscampus steht für eine Überzeugung, die unsere Arbeit trägt: Jeder junge Mensch soll die Möglichkeit bekommen, seine Fähigkeiten zu entfalten und einen eigenen Weg ins Leben zu finden. Dafür braucht es mehr als gute Konzepte. Es braucht Menschen und Institutionen, die diese Haltung teilen und Verantwortung übernehmen.
Wer den Bildungscampus unterstützt, ermöglicht mehr jungen Menschen passende Begleitung. Ihre Unterstützung hilft, Räume zu schaffen, Bildungsangebote auszubauen, Lernbegleitung zu ermöglichen und Übergänge in Ausbildung und Beruf zu stärken.
Damit investieren Sie nicht nur in einzelne Lebenswege, sondern auch in die Zukunft unserer Stadt: in Teilhabe, die Fachkräfte von morgen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
So entsteht mehr Raum für das, woran wir glauben: dass Bildung Türen öffnet, Vertrauen wachsen lässt und jungen Menschen die Chance gibt, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.
Stiftungen, Unternehmen und Institutionen können den Bildungscampus langfristig begleiten und seine Weiterentwicklung mitgestalten.
Förderpartnerschaften schaffen die Grundlage dafür, bestehende Bildungsangebote zu sichern, neue Angebote aufzubauen und mehr junge Menschen zu erreichen. Die Unterstützung kann sich auf einzelne Programme, zusätzliche Lerngruppen, pädagogische Begleitung, Ausstattung oder die langfristige Entwicklung des Bildungscampus beziehen.
Auch andere Formen der Zusammenarbeit sind möglich. Unternehmen, Institutionen und Netzwerke können fachliches Wissen einbringen, Zugänge zu Ausbildung und Beruf eröffnen, Veranstaltungen unterstützen oder dem Bildungscampus durch ihre Stimme und ihre Kontakte zusätzliche Sichtbarkeit verschaffen.
Wie eine Förderpartnerschaft konkret aussieht, entwickeln wir gemeinsam mit unseren Partner*innen – abgestimmt auf ihre Möglichkeiten, Interessen und Förderziele.
Auch eine einmalige größere Zuwendung kann dazu beitragen, Bildungsangebote auszubauen und neue Perspektiven zu eröffnen.
Privatpersonen, Unternehmen und andere Fördernde können den Bildungscampus mit einer individuellen finanziellen Zuwendung begleiten. Die Mittel können dort eingesetzt werden, wo sie aktuell besonders viel bewirken – beispielsweise für zusätzliche Bildungsangebote, Materialien, Ausstattung oder neue Fördermöglichkeiten für junge Menschen.
Gerne besprechen wir persönlich, welche Form der Unterstützung zu Ihnen passt und für welchen Bereich unserer Arbeit Ihre Zuwendung eingesetzt werden kann. Auf Wunsch informieren wir Sie darüber, was durch Ihre Förderung ermöglicht wurde.
So wird aus finanzieller Unterstützung eine konkrete Investition in Bildungschancen, Teilhabe und die Zukunft junger Menschen.
Gezielte Unterstützung hilft dort, wo ein Bildungsweg zusätzliche Förderung braucht oder an einem konkreten Hindernis zu scheitern droht.
Bildungsangebote gezielt fördern
Fördernde können ein bestimmtes Bildungsangebot, einen Kurs, eine Lerngruppe oder einen Bildungsplatz unterstützen. So wird unmittelbar nachvollziehbar, was eine Förderung ermöglicht – beispielsweise zusätzliche Unterrichtsstunden, Prüfungsvorbereitung, Sprachförderung, Lernmaterialien oder eine intensivere persönliche Begleitung.
Eine solche Förderung kann einmalig oder über einen längeren Zeitraum erfolgen. Gemeinsam klären wir, welches Angebot zum jeweiligen Förderinteresse passt und wo Unterstützung besonders gebraucht wird.
Individuelle Hindernisse überwinden
Manchmal entscheiden konkrete, vergleichsweise überschaubare Hilfen darüber, ob ein junger Mensch an einem Bildungsangebot teilnehmen oder seinen eingeschlagenen Weg fortsetzen kann.
Einzelfallhilfen können beispielsweise Lern- und Arbeitsmaterialien, Fahrtkosten, Prüfungsgebühren oder notwendige Unterstützungsleistungen wie Gebärdensprachdolmetschen ermöglichen. Auch andere individuelle Bedarfe können berücksichtigt werden, wenn sie für den Bildungsweg eines jungen Menschen notwendig sind.
So kommt die Unterstützung genau dort an, wo sie gebraucht wird, und eröffnet jungen Menschen die Möglichkeit, weiterzulernen, einen Abschluss zu erreichen oder den nächsten Schritt in Ausbildung und Beruf zu gehen.
Ehrenamtliche Lernbegleiter*innen schenken Zeit, teilen Wissen und stärken junge Menschen auf ihrem Bildungsweg.
Die ehrenamtliche Lernbegleitung unterstützt junge Menschen beim Deutschlernen, bei schulischen Aufgaben oder bei der Vorbereitung auf Prüfungen. Dabei geht es um mehr als Lernstoff: Ehrenamtliche hören zu, suchen gemeinsam nach Lösungen und stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Die Treffen finden in der Regel einmal pro Woche für etwa 90 Minuten statt. Damit eine verlässliche Lernbeziehung entstehen kann, ist das Engagement auf mindestens sechs Monate angelegt.
Pädagogische Vorerfahrung ist willkommen, aber keine Voraussetzung. Wichtig sind gute Deutschkenntnisse, Freude am Austausch und eine offene, wertschätzende Haltung. Die Ehrenamtlichen erhalten eine persönliche Einführung und werden durch feste Ansprechpersonen, Workshops, Supervision und Austauschmöglichkeiten begleitet.
Wir sind zutiefst überzeugt, dass es nichts Sinnvolleres gibt, als Zukunft zu finanzieren. Junge Menschen dabei zu unterstützen, ihre Begabungen zu entfalten – das ist Zukunft.
Sie möchten unsere Bildungsangebote unterstützen oder sich persönlich einbringen? Gemeinsam finden wir die passende Möglichkeit.
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Arbeitsbereichsleitung Jugendberufshilfe
Seit über vier Jahrzehnten sind wir als anerkannter Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe tätig. Mit rund 130 Einrichtungen und Projekten sowie über 500 Mitarbeitenden gehören wir zu den großen freien Trägern im Rhein-Main-Gebiet. Wir begleiten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in unterschiedlichen Lebenslagen – orientiert an ihren Bedürfnissen und an gesellschaftlichen Veränderungen.
Chancen- und Bildungsgerechtigkeit sowie gesellschaftliche Teilhabe sind Grundlage unserer Arbeit. Wir arbeiten inklusiv – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung oder sozialem Hintergrund.
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